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  Immobilienentwicklung
 
Ein Landhaus mit Zypressenallee in sanft hügeliger Landschaft - davon träumt nicht nur die Toskanafraktion. Italien-Fans schwören auf das milde Klima, die herrliche Landschaft und die gute Küche. Immobilien sind jedoch meistens teuer.

Die hohe Lebensqualität und das durch die alte Kultur geprägte Ambiente locken vor allem Menschen nach Italien, die Freude am Genuss haben. Die Rechtssicherheit beim Immobilienerwerb ist vergleichbar mit der in Deutschland. "Dennoch ist es nicht immer einfach, sich auf dem italienischen Immobilienmarkt zurechtzufinden", erklärt Martin Pleiner, Mitarbeiter der Remax Real Estate Villas in der Toskana. Die Preise schwanken je nach Region enorm. An den Küsten und den norditalienischen Seen ist es in der Regel erheblich teurer als im Landesinneren. Ganz oben auf der Interessenten-Liste steht die Toskana. Vor allem zwischen Florenz und Siena stiegen die Preise in den letzten Jahren um rund 40 Prozent. 

Schon für die bescheidene Version des klassischen Landhauses inmitten eines Grundstücks mit Olivenbäumen und Zypressen muss man mindestens halbe Million Euro ausgeben, die Renovierungskosten nicht eingeschlossen. Appartements mit der Größe von 45 Quadratmetern - beispielsweise in der Nähe von Cetona zwischen Siena und Perugia - werden bereits für rund 140.000 Euro angeboten.

Eine sehr begehrte Küstenregion mit ähnlicher Preislage ist auch die Riviera von Ligurien mit ihren kleinen Fischerdörfern und den mondänen Yachthäfen, außerdem die Küste zwischen Amalfi und Positano, wo der Quadratmeterpreis für ein Appartement schon mal bei 3.000 Euro liegt.

Großer Beliebtheit erfreut sich auch Sardinien. Vor allem an der Costa Smeralda sind noble Wohnanlagen entstanden, die Kosten für Häuser starten in Millionenhöhe und sind preislich mit denen an der Côte d'Azur vergleichbar. Für ein Appartement muss man 3.500 Euro aufwärts pro Quadratmeter rechnen. Im Süden Sardiniens dagegen ist es preisgünstiger, der Quadratmeterpreis für ein Appartement bewegt sich um 1.000 Euro. Auf dem Weg zur Trend-Immobilie ist das sardische Bauernhaus, das "Stazzi", das es im Inselinneren noch für 1.280 Euro pro Quadratmeter gibt.




Auch in italienischen Städten sind Immobilien nicht eben billig. Der Quadratmeterpreis für eine venezianische Villa beginnt bei 4.000 Euro, ein Appartement im Zentrum Roms kostet zwischen 7.700 und 10.200 Euro pro Quadratmeter. Renovierungsbedürftige Landhäuser sind mit etwas Glück schon ab 100.000 Euro zu haben. In der Regel fehlt diesen Objekten aber eine moderne Ausstattung: Eine Heizung gibt es nicht, Wasser nur an einer Zapfstelle und die elektrischen Leitungen sind mit zwei Litzen über Putz verlegt. Meist muss das Dach, eben-so wie Fenster und Türen, überholt werden. 

 

Da die Baukosten in Italien wesentlich niedriger sind als in Deutschland, kann sich die Restaurierung eines solchen Landhauses durchaus lohnen. Wichtigster Mann bei einem Umbau ist der Geometer. Er ist Baumeister, Bauingenieur und Architekt in einer Person. Der Geometer stellt den Kontakt zu den Baubehörden her. Ohne ihn geht nichts. Er kann für seine Dienste bis zu 14 Prozent der Bausumme verlangen.
Althaus-Käufer in Italien sollten zudem wissen: Anbauten werden von den italienischen Behörden nur genehmigt, wenn sich die Wohnfläche nicht um mehr als ein Fünftel erhöht.

 

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